Einfache Wirsing – Suppe mit Kümmel, Fenchel und Kreuzkümmel

Im Herbst beginnt die Jahreszeit der Kohl- und Rübensorten. Was auf den ersten Blick ein wenig langweilig wirken mag, ist für unsere Gesundheit und den Genuss einfach perfekt. Die regionalen Gärtnereien nehmen uns mit auf eine Reise in den Winter und wir können uns durch eine üppige Vielfalt an Gemüsesorten kochen, uns alles ausprobieren: Klassisch oder extravagant, erdig-warm oder gemüsig-knackig – alles ist drin für Topf und Schälchen.

Auf meine kulinarische Reise möchte ich euch heute mit in die Gärtnerei Meyrich nehmen, die in Zittau als traditioneller Familienbetrieb Nachhaltigkeit schon immer gelebt hat. Für meine Kooperation mit dem Landkreis Görlitz durfte ich gestern bei Meyrichs stöbern gehen und selbstverständlich bleibt in so einem schönen Hofladen mein Körbchen nicht leer. Ich habe mich für den Wirsing entschieden, der mir schon auf dem Beet ins Auge stach und dessen Aroma ich besonders in Suppen schätze. Ein einfaches Rezept zeigt, wie unkompliziert und fein unsere Alltagsküche sind kann, wenn wir nutzen, was wir vor der Haustür haben.

Zutaten für 2 – 4 Portionen

1 Kopf frischer Wirsing

Je ein TL Fenchelsamen, Kümmel und Kreuzkümmel etwas Salz

Etwas Butter und gutes Öl

Eine Zwiebel

4-6 Kartoffeln

Brühe nach eigenem Geschmack

Einfache Handgriffe zaubern ein tolles Gericht

Die Gewürze sollte man immer im Ganzen kaufen und sich zu Weihnachten mal einen schönen Mörser wünschen. Es lohnt sich, denn das Aroma ist unglaublich, wenn man Kümmel und Co frisch mahlen kann. Den Wirsing von den groben äußeren Blättern befreien und diese für ein weiteres Gericht beiseitestellen. Die Zwiebel würfeln und die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Am besten, man schläft sie in ein feuchtes Tuch ein. Das Herz des Wirsings in mundgerechte Stücke teilen und beiseitestellen. Die Gewürze ohne Fett vorsichtig anrösten bis sie durften und der Kümmel „springt“, man sieht und hört das, aber aufpassen, die Körnchen dürfen nicht schwarz werden, sonst leidet das Aroma. Anschließend leicht abkühlen lassen und im Mörser zerstoßen.

Im Suppentopf Öl und Butter erhitzen und zuerst die Zwiebel, dann auch den Wirsing unter vorsichtigem Rühren leicht anbräunen, dann die Kartoffelstücke hinzugeben und mit den gemahlenen Gewürzen bestreuen. Mit Brühe auffüllen, aber nicht zu viel nehmen, denn der Kohl fällt noch etwas in sich zusammen! Ob man Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder Knochenbrühe vom Rind nimmt, ist jedem Hungrigen selbst überlassen. Deckel darauf und leise köcheln lassen, bis die Kartoffelstücke weich sind. Ich mag es noch leicht knackig und daher ist meine Suppe nach 15 Minuten fertig.

Kleine Tipps für das perfekte Alltagsmenü im Herbst

Zeit zu servieren und es sich gut gehen zu lassen. Ich runde meine Suppe mit einem Tröpfchen Sojasauce ab. Perfekt dazu passt ein gutes Stück herzhaftes Roggenvollkornbrot mit Butter und ein Salat als Vorspeise. So entsteht ein einfaches und perfektes Herbstgericht. Kümmel, Fenchel und Kreuzkümmel sind nicht so eine Freude für den Gaumen, sondern auch für den Magen, sie wirken den blähenden Inhaltsstoffen des Kohls vor. Für euch darf es auch noch ein Nachtisch sein? Dann passen geriebenen Möhren herrlich in das Herbst-Menü. Ach ja: es lohnt sich, gleich mehr von der Suppe zu kochen, denn am nächsten Tag schmeckt sie gut durchgezogen noch besser.

Gemeinsam für unsere Region

Mehr Gutes von hier zeigen wir euch in der Aktion #duhastdiewahlkauflokal, einer Kooperation zwischen Landkreis Görlitz und Ein Korb voll Glück, bei Slow Food Lausitz und natürlich überall da, wo das Körbchen für Regionalität wirbt. Schaut gern auch bei der Gärtnerei direkt vorbei!  

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