Silvester, Nudeln bringen Glück

Traditionell sollen frisch zubereitete Nudeln Glück für das neue Jahr verheißen…

Nudeln aus frischem Teig

Nudeln aus frischem Teig

…also genau das richtige Gericht für den letzten Abend des Jahres. Wir haben uns ein kleines Festessen gegönnt. Ein Perlhuhn (vom Nachbarn), belegt mit Speck (mit Armagnac mariniert) und bei geringer Temperatur im Ofen lange gegart. Dazu haben wir diese traditionellen Glücksnudeln hergestellt. Dafür verwendeten wir das Nudelmehl von der Rittermühle Oberlausitz (!) und nestfrische Eier, eine Prise Salz, mehr nicht. https://rittermuehle.de/ Es war eine echte Entdeckung, denn ich habe dieses Mehl zum ersten Mal verwendet, es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein! Die Struktur ist ganz anders als bei feinen, pudrigen Mehlsorten und erinnert eher an Gries. Durch die Verwendung der sehr frischen Eier erhält man nicht nur eine wunderschöne Farbe, sondern auch eine gute Bildung des Teigs. Die Eier waren noch nestwarm, so etwas kann man nur auf dem Dorf bekommen.

Der Teig muss gut geknetet werden und anschließend, eine Stunde ruhen. Dafür schlägt man ihn in Frischhaltefolie ein und legt ihn in den Kühlschrank. Die Nudeln ins sprudelnd-kochende Wasser geben und dann bei geringer Hitze solange ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Dabei sollte man wirklich nicht auf die Uhr, sondern in den Topf schauen. Denn wie lange die Nudeln brauchen, bis sie gar sind, hängt von der Dicke des Teigs und der Form ab. Nur ab und zu vorsichtig umrühren.

Perlhuhn, Nudeln und Rosenkohl

Perlhuhn, Nudeln und Rosenkohl

Dazu gab es gedünsteten Rosenkohl, ein klassisches Wintergemüse. Mit ein Bisschen Organgen- oder Zitronenschalenabrieb wird daraus ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Die Note des Kohls erfährt dadurch eine Variation, etwas leichter und fruchtiger, mit Zitrus-Aromen. Auch Kreuzkümmel oder Fenchel lassen eine neue Geschmacksvariation entstehen.

Wie immer bei Geflügel bitte unbedingt die Karkasse aufheben! Denn aus den Knochen kann man eine herrliche Brühe kochen. Am besten gibt man einfach alles in den gleichen Topf, in dem das Geflügel im Ofen gebraten wurde, so holt man den vollen Geschmack raus.  

 

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