Pastetchen mit Wildkräuterfüllung, #3 von 3

Rezept 3 von 3. Feine, kleine Pastetchen sind ein wunderbares Gericht. Sie sind einfach zuzubereiten, man kann sie gut im Voraus vorbereiten. Pastetchen mit Wildkräuterfüllung schmecken frisch aus dem Ofen, oder auch kalt. Das macht dieses Gericht mit Giersch und Brennnessel ideal für Büro oder auch ein Picknick. Variabel und vielseitig kann man dieses Gericht immer wieder variieren, wenn man andere Kräuter und Gewürze nimmt. Man kann die Teigtaschen mit Speck und Käse zubereiten, aber auch vegetarische und vegane Varianten sind einfach, schmackhaft und vielseitig.

Unkraut? Wildgemüse!

Giersch und Brennnesseln sind nun, zum Ende des Frühlings kräftig uns aromatisch geworden. Diese Lieblingskräuter sind einfach zu finden, stehen in großer Menge zur Verfügung und man kann beim Sammeln kräftig zugreifen. Also beste Voraussetzungen, um diese kleinen Delikatesten öfter mal auf den Tisch zu bringen. Giersch und Brennnesseln gut waschen, die Blättchen abzupfen und trocken schütteln, beiseitestellen. Für die Zubereitung der Kräuter gibt es zwei Varianten. Ich entscheide mich heute für die „fettfreie“ Möglichkeit. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Kräuter portionsweise hineingeben und sofort wieder mit einem Schaumlöffel herausheben. Dann in einem Topf mit Eiswasser abschreiben und abtropfen lassen. Wichtig ist es, die Kräuter gut auszudrücken, denn die Füllung darf nicht zu feucht sein.

Fein abgestimmte Aromen für die Füllung

Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebeln glasig dünsten und die gehackten, blanchierten Kräuter hinzugeben, Schinkenwürfel unterheben einige Stücke Blue Stiltion hinzugeben und unter beständigem Rühren den Käse schmelzen lassen, gut in die Wildgemüsemischung einarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und beiseitestellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Köstlich ist auch die Kombination von Kreuzkümmel und Curry. Man kann auch weiter Kräuter zum Würzen nutzen, etwa Gundermann, Schnittlauch und Liebstöckel.

Einfach, aber gut gereift für mehr Aroma

Die letzte Portion des Hefeteigs, aus dem ich bereits zwei andere Gerichte zubereitet habe, steht noch im Kühlschrank bereit. Durch die lange Zeit, in der der Teig gehen konnte und die Verwendung von wenig Hefe, finde ich ihn geschmacklich besonders fein.  Ich rolle ihn aus und teile ihn mit einem scharfen Messer in längliche Rechtecke. Diese Stücke sollten dann in der warmen Küche 30 Minuten gehen können. Auf jedem Stück werden 2 bis 3 Teelöffel der Füllung verteilt. Die Ränder der Pastetchen werden mit verquirltem Ei bestrichen und dann vorsichtig zusammengedrückt. Dabei sollte die Luft aus den Pastetchen gestrichen werden. In den Deckel jedes Pastetchens mit Wildkräutern werden einige kleine Öffnungen geschnitten, so kann der Dampf entweichen, der sich während des Backens bildet. Mit dem Rest des verquirlten Eies die Oberfläche bestreichen und dann die Pastetchen in den vorgewärmten Backofen geben und bei 180°C ungefähr 30 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von einer Reihe von Kriterien ab. Wie groß sind die Täschchen, wie viel Füllung ist darin und wie dick ist der Teig ausgerollt? Wichtig ist, dass man einfach ein bisschen seinem Küchen-Instinkt vertraut.

Klein, fein und sehr beliebt

Ich habe dieses Rezept schon mehrfach zubereitet, mal für Freunde, mal für einen Snack im Büro, mal „einfach so“. Immer, wirklich immer habe ich das Gefühl gehabt, ich hätte ein paar Pastetchen mehr machen sollen. Was kann einem Besseres passieren? Besonders gefreut habe ich mich, dass einer der schärfsten Kritiker, die man als Köchin haben kann, ein ehrlicher und neugieriger Vierjähriger sich voller Appetit bedient hat. Vielleicht ist das also ein Tipp für Eltern, die ihren Kindern Gemüse schmackhaft machen wollen? Besonders toll ist es, wenn man als Familie zusammen die Kräuter gesammelt, die Pastetchen mit diesen Wildkräutern gebacken hat und dann zusammen bei einem Picknick verzehrt. Wer würde da nicht mitessen wollen?

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