Hokkaido Kürbis-Suppe nach Art der Gärtnerin

Zum Herbst gehört Kürbissuppe einfach dazu. Man kann das feine Gemüse aber nicht nur auf eine Art zubereiten, es gibt viele Varianten. Ich habe überlegt, mal Menschen nach ihren Lieblingsrezepten zu fragen und diese dann mit euch zu teilen. Als Erstes wollte ich natürlich bei den Gärtnern fragen, die Kürbis anbauen. Wie schmeckt euch der warme Seelenschmeichler* denn am besten?

Was sollte ins Einkaufskörbchen? Einkaufsliste für 4 Portionen

1 Hokkaido-Kürbis, 1 Sellerie, 1 Pastinake, 1 Möhre, 1 Petersilienwurzel, Kartoffeln (braucht man immer ;), 1 Sträußchen Kräuter (z.B.: Petersilie), Chilis, wer mag: durchwachsenen Speck / Schinkenspeck

Das Besondere am Hokkaido-Kürbis ist, dass er uns die Verarbeitung so einfach macht. Er muss nur gewaschen, aber nicht geschält werden. Zudem sind Schale und Fleisch relativ weich und lassen sich gut in Stücke schneiden. Die sonnig – orange Farbe bringt ein Farbtupfer in jedes Gericht. Wer die Farbe noch etwas herauskitzeln möchte, gibt etwas frischen oder getrockneten Kurkuma zur Suppe. Optisch wie kulinarisch eine Traumkombination. Die Suppe gewinnt an Aroma und Fülle, wenn man den Kürbis mit den (Wurzel)Gemüsen kombiniert, die jetzt auch gerade in der Saison geschmacklich hervorragend sind. Die Gärtnerin empfiehlt Sellerie, Petersilienwurzel, Möhre, Pastinake, Kartoffel und vor allem Zwiebel. Wer es scharf mag, kann auch mit Chile der Suppe Feuer verleihen. Später kommen auch noch die grünen Aromen von Petersilie und Schnittlauch zum Verfeinern hinzu.

Suppenliebe – einfach und gut

Die Zwiebel, und wen man möchte auch den Chile, in Würfel schneiden und in heißem Öl andünsten. Dann den geputzten und entkernen Kürbis in Stücke schneiden und mitdünsten. Auch die anderen gewürfelten Gemüse hinzugeben und alles unter beständigem Rühren ein bisschen Farbe annehmen lassen. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich geworden ist. Anschließend mit dem Pürierstab mixen. Als Topping liebt diese Suppe jede Menge frische, grüne Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Kerbel.

Würzen wie man mag.

Klassisch braucht diese Suppe eigentlich nur Pfeffer, Salz und einen Löffel Crème fraîche. Aber wer möchte, der greift zu kräftigen Aromen wie Kurkuma, Kardamom, Ingwer, Kokos oder Curry. Man kann die Suppe vegan, vegetarisch oder auch mit „fleischigen“ Zutaten zubereiten. Wer es herzhaft mag, der brät zusammen mit Zwiebel und Knoblauch auch geräucherten Schinkenspeck an. Aus Suppenknochen kann man eine gute Brühe machen, die nicht nur diesem Gericht ein kräftiges Aroma verleiht. Wer es mal eilig hat, der kann auch die gerösteten Gemüsestücke einfach mit Wasser aufgießen. Als Faustregel gilt: 1/2 Hokkaido und 3- 4 Stück Wurzelgemüse ergeben 2 Portionen.  

Was passt dazu? Vorher ein Salat aus Winter-Postelein, dazu ein gutes Brot und ein heißer Apfelwein oder Glühwein! Gibt es alles in der Zittauer Marktschwärmerei. Regional, saisonal, nachhaltig, fair Genießen in der (Oder)Lausitz.

*ich bin ziemlich affin für schöne Sprache, genau wie für gutes Essen. Als ich letztens mal wieder diesen charmant – altmodischen Begriff gehört habe, dachte ich: Das stimmt einfach – eine heiße, feine Suppe schmeichelt der Seele und dem Bauch auch. Neuhochdeutsch: Soul Food 😉

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