Schokopudding mit Minze nach Art „After Eight“

keine

einfach

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Minze und Schokolade, das ist ein Klassiker! Ich liebe diese Kombination und verwende sie gern, vor allem für den denkbar einfachsten Nachtisch, einen Pudding. Schokopudding ist etwas, mit dem man nichts falsch und alle glücklich machen kann! Er geht so schnell, ist so einfach und so günstig, dass man sich fragt: Wer kauft den bitte Schokopudding fertig? Mich schrecken bei den gekauften Produkten zwei Dinge ab, zum einen der Geschmack und zum anderen die Zutatenliste, okay noch eine dritte Sache, der Preis.

Minze und Schokolade, ein Traumpaar, dessen kulinarische Verbindung wohl auf einer Zuckerwattewolke (Nummer 7?) geboren wurde. Aber es muss eben auch ein gekonnt ausbalanciertes Verhältnis sein – Süße und Schärfe – sonst wird die Sache merkwürdig. Einer die witzigsten Texte aus dem „Geschmacks-Thesaurus“ von Nikki Segnit beschreibt es drastisch:

„Die Hölle ist ein Pfefferminz-Vollmilchschoko-Täfelchen. So eins, bei dem die Hersteller eigentlich nur hoffen können, dass wir nach dem Essen schon zu besoffen sind, um die nach Mundwasser schmeckende Füllung sofort wieder in die Folie zu spucken. Karamellige, zuckersüße Milchschokolade trifft auf nebenhöhlenerweiterndes Menthol: Ich habe schon appetitlicheres in meinem Spülmaschinenfilter entdeckt. Minze und Bitterschokolade hingegen, damit können Sie mich füttern, bis mir die Zähle weh tun.“

Die Geheimnisse der aromatischen Traumhochzeit werden nicht verraten, aber es genügt uns auch zu wissen, dass in der Küche ein dunkel-bitterer Kakao und eine frisch-scharfe Minze sich zarte Signale zusenden und mit einem Hauch Süße zusammenkommen möchten. Abgerundet werden muss das Spiel aus Würze, Schärfe und Süße mit Sahnigkeit. Dafür greife ich zu Vollmilch, und zwar der Besten, die ich kenne, Rohmilch vom Bauernhof und gebe als Geheimzutat ein Stück gute Butter hinzu. (Hier muss ich an Volker Pispers geniales Programm denken, indem er GUTEBUTTER – in einem Wort bitte! Zelebriert hat. Aber das hebe ich mir auf, damit man sich nicht an Zitaten überfrisst.)

Die Art der Minze ist für das Ergebnis ebenso wichtig wie die Qualität des Kakaos. Man kann mit einem kleinen Vorrat von beidem lange beste Rezepte wahr werden lassen. Ich habe meine Minze heute auf dem Markt gekauft und werden den Stock später in den Garten pflanzen. Ich denke, es ist eine „englische Minze“, wie passend.

Gegessen werden sollte der Pudding warm, lauwarm. Die schokoladige Note ist tragend und breit, nicht zu zuckerig, sondern nur leicht gesüßt, die Frische der Minze ist spitz und kitzelig, aber charmant und passend. Butter rundet alles ab und die Milch trägt dieses einfach und für mich persönlich geniale Rezept. Dazu ein aromatischer, bitterer Kaffee. Schwarz – ohne Sahne oder Zucker. Der beste Abschluss eines Menüs und der Gipfel einfacher Genüsse. Schmeckt perfekt nach Pellkartoffeln und Rührei. Wer sagt denn, dass gutes Essen viel Geld braucht? Gutes Essen braucht viel Liebe.  

Rezept (ganz ohne Abschweifungen)

Milch erwärmen und davon ca. eine halbe Tasse in eine Schüssel abgießen. Stärke, Kakao mische und durch ein Sieb streichen, in der Milch glattrühren. Dann den Zucker hinzufügen. Die Milch auf dem Ofen mit einem Stück(chen) Butter anreichern und es schmelzen lassen. Die Milch aufkochen lassen und die Kakao-Stärke-Masse unterrühren, sofort vom Feuer nehmen und in kleine, flache Schälchen geben. Noch warm servieren.  

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Zutaten

Portionen ändern
400 ml Rohmilch
4 Teelöffel dunkler, würziger Kakao
4Teelöffel Speisestärke
2 - 3Teelöffel Zucker
1Zweig englische Minze
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