Mangold-Lauchsuppe mit Avocado

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Mangold gehört zu den Wiederentdeckungen in der Gemüsekiste, die inzwischen in fast jedem Haushalt angekommen sein dürften. Da er auch recht anspruchslos und sehr schön anzusehen ist, pflanzen sich immer mehr Menschen einige Mangoldstauden in den Vorgarten oder ziehen im Topf auf dem Balkon. Auch im Winter kann man in den Garten und einige Blätter ernten, wenn er geschützt steht. Lauch ist auch so ein Alleskönner für die Winterzeit. Früher waren die eingeschneiten Lauchstangen und der Rosenkohl am Stock ein vertrauter Anblick in den Bauerngärten. Ich kombiniere diese beiden heimischen Wintergemüse mit einer exotischen Zutat, peppe alles mit wenigen Zutaten zu einer cremigen und köstlichen Suppe auf.

Es geht nicht um “kein Fett”, sondern um den überlegten und sinnvollen Einsatz von Fett in der Küche. Ich starte mit drei fetthaltigen Zutaten, die aber nur in minimalen Portionen zum Einsatz kommen und trotzdem maximalen Geschmack erzielen. Drei hauchfeine Scheiben von einem gut geräucherten Bauchspeck abschneiden und in zarte Stifte hacken. Den Speck mit einem guten Öl in einem Topf bei geschlossenen Deckel 5 Minuten auslassen, dann einen Teelöffel Butter und 3 gehackte Knoblauchknollen hinzufügen. Alles unter ständigem rühren gut bräunen. Dann eine Stange Lauch in feine Ringe schneiden und mit bräunen. Den Mangold hacken und hinzufügen. Mit 3 – 4 Kellen guter Brühe aufgießen und zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.

Je nach Größe 1 bis 2 Avocado halbieren, das Fruchtfleisch auslösen und beiseite stellen. Die Suppe vom Feuer nehmen und fein pürieren, dann das Avocadofleisch hinzufügen und noch einmal pürieren. Die feinen Früchte vertragen keine Hitze und würden wertvolle Inhaltsstoffe verlieren. Daher nicht mehr erhitzen! Abschmecken mit geräuchertem Salz und etwas Sojasauce. Sofort servieren und genießen.

Die Sache mit der Avocado. Es gibt eine lebhafte Debatte, ob man diese Frucht noch bedenkenlos kaufen kann. Tatsächlich leiden zahlreiche Regionen unter dem Absatzboom, der einen teilweise alles andere als nachhaltigen Anbau nach sich gezogen hat. Wie immer kann man sich als interessierter Verbraucher schlaumachen und abwägen. Wer nicht ganz auf Avocados verzichten möchte, hat durchaus Alternativen. Es gibt Ware aus kleinbäuerlichem Anbau, die entweder in Bioläden oder über Plattformen vertrieben wird. Anbaubedingungen werden transparent gemacht und den Bauern ein fairer Preis gezahlt. In manchen europäischen Regionen gedeihen Avocado aufgrund der klimatischen Gegebenheiten sehr gut. Auch da gilt aber: immer auf die Saison achten. Persönlich entscheide ich mich für eine Kiste Avocado ab und an, größere Menge, vom Direktvermarkter über eine transparente Plattform, in der Saison und dann zu Hause gute gelagert – so kann man lange und mit gutem Gewissen genießen.

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Zutaten

Portionen ändern
1 Stange Lauch
5-6 Blätter Mangold
1-2Stück Avocado
3-4 Kellen Brühe
3 dünne Scheiben geräucherter Speck
1Teelöffel Butter
1 Teelöffel Öl
3Zehen Knoblauch
Rauchsalz

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