Lauch-Kartoffelsuppe mit Blauschimmelkäse

super einfach

Lauch und Kartoffeln sind klassische, regionale Wintergemüse, die jetzt sicher bei vielen Freunden der guten Küche auf dem Speiseplan stehen. Suppen tun uns in der kalten und grauen Jahreszeit richtig gut. Also bringen wir heute Beides zusammen und geben dem Ganzen eine fein, aromatische Note mit. Blauschimmelkäse eignet sich für dieses Gericht so wunderbar, weil sein kräftiges Aroma die Basis veredelt und sich trotzdem fein einfügt, ohne aufzutrumpfen. Heiße Cremesuppen lieben ein gutes Stück frisches Brot – fertig ist die perfekte Wohlfühl-Mittagspause. Zu dem täglich Brot haben wir auch noch eine tolle Geschichte zu erzählen, aber dazu komme ich gleich, ersteinmal das Rezept:

Je Portion rechne ich 1 – 2 Stangen Lauch, je nach der Größe und 2-4 Kartoffeln. Die Basis bildet etwas gut durchwachsener und geräucherter Speck, den man würfelt und in einem Topf mit schwerem Boden knusprig anröstet. Dann gebe ich Knobloch, der aber nur goldgelb werden darf, damit er nicht bitter schmeckt. Die in Stücke geschnittenen Gemüse lasse ich noch mit anrösten und dann wird alles wird nur so weit mit Brühe bedeckt, dass die Spitzen herausschauen. Ich liebe die sämigen, reichhaltigen Suppen, es ist immerhin noch tiefster Winter, da darf ich mir auch etwas gönnen. 😉 Alles einmal aufkochen, die Hitze reduzieren und dann 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe anschließend mit einem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz verfeinern und mit sauerer Sahne, reichlich Blauschimmelkäse und Rauchsalz abschmecken. Der Käse sollte noch einmal 10 Minuten Zeit haben, sich in der Suppe zu entfalten, aber dabei nicht mehr kochen lassen. Alles noch einmal gut durchrühren und in heißen Tellern servieren, mit Blauschimmelkäse und Sojasauce garnieren. Das sieht nicht nur schön aus, es hebt auch die Aromen. Was natürlich auch gerösteten Schinkenspeck tut, wenn man daran gedacht hat, welchen zur Seite zu stellen. Ich habe leider nicht daran gedacht.

Zu jeder Suppe gibt es das ideale, begleitende Brot. Schwere Suppen wie diese brauchen eine aromatische und krosse Begleitung, wie sie am besten ein Roggenvollkornbrot oder das gute alte Graubrot liefern kann. Wo unser sprichwörtliches “täglich Brot” herkommt, ist wirklich einen genaueren Blick wert. Denn nichts kann uns so gut das Zusammenspiel zwischen Anbau, Verarbeitung und Genuss erklären wie ein regionales Brot, wenn wir wissen, wer mit seiner Arbeit dahinter steht. Als Hirschfelderin freue ich mich besonders, dass wir im Ort eine kleine Bäckerei haben, die alte Getreidesorten, die besonders wertvoll sind, wieder für uns auf den Speiseplan holt! Der Bäcker Riedel bäckt mit dem hier vor Ort angebauten Getreide wie Waldstaudenroggen und Emmer, das in der Rennersdorfer Rittermühle verarbeitet wird. Ich möchte alle Freund des guten Brots und des regionalen Genusses ganz herzlich zu den zwei schönen Veranstaltungen einladen, die ich mit der Volkshochschule Dreiländereck machen darf: bei der Rittermühle sind wir am 23.03.2022 und in der Bäckerei Riedel sind wir am 8.04.2022. Anmelden kann man sich schon jetzt über die VHS Dreiländereck, mit der ich gemeinsam viele Formate zum Theme regional, saisonal, nachhaltig und fair Genießen entwickeln und umsetzen darf.

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