Grüner Reis mit Brennnessel-Giersch

super einfach

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Brennnesseln sind kein Unkraut, sie sind soviel mehr: unser Heilkraut des Jahres 2022, ein geniales Wildgemüse, Teepflanze, Gartendünger, Raupenkindergarten und einfach der wilde Meter in unserem Garten. Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass es jedes Jahr im Frühling und Frühsommer hier richtig grün zugeht. Wildkräuter haben einfach einen großen Auftritt in der Küche verdient und einen Platz in unserer Umgebung sowieso. Heute möchte ich meinen Allzeit-Klassiker ein wenig abwandelnd und eine Idee mit euch teilen, die auch denen schmecken dürfte, die erst noch vom wilden Grünzeug überzeugt werden müssen.

Grüner Reis

In meinem Garten sprießen gerade die zarten Brennkesselspitzen und der Giersch ist auch noch köstlich, aber schon etwas fester von der Struktur, sodass er sich nicht mehr gut für Salate eignet. Ich pflücke mir mein Körbchen damit voll und werde ein einfaches Gericht damit kochen, dass man beliebig abwandeln kann. Giersch und Brennnesseln gut waschen und sofort mit kochendem Wasser überbrühen und 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit einem Schaumlöffel herausheben und beiseite stellen. In dem Kochwasser den Vollkornreis aufkochen und bissfest garen. Das ganze Wasser sollte verkocht sein, wenn der Reis gar ist. Tipp: es lohnt sich daher, das Wasser zum Kochen des Wildgemüses vorher abzumessen. In der Regel benötigt man die doppelte Menge Wasser, um den Reis zu garen. Weil es mir darum geht, wirklich keine der guten Inhaltsstoffe zu verschwenden, sollte daher am Ende auch keine Wasser weggossen werden! Zum Ende der Garzeit wird etwas Butter unter den Reis gegeben, mit Sojasauce abgeschmeckt und das Wildgemüse kleingehackt unter den Reis gemengt. So ist der grüne Reis schon fertig zum Servieren.

Brennnesselwasser nutzen

Wir sind es heute gar nicht mehr gewöhnt, Gemüse, insbesondere Blattgemüse, länger zu kochen und haben den Eindruck, dabei würde vieles zerstört, was uns guttut. Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Manche Stoffe, wie speziell die Mineralstoffe und dabei vor allem die Kieselsäure, lösen sich erst nach längerem Kochen und werden dann besonders gut vom Körper aufgenommen. Wenn man daher das Wasser verwendet, um darin Reis zu garen, hat man diese Inhaltsstoffe perfekt aufgeschlossen vorliegen. Der Reis wird durch das gekochte und gehackte Gemüse zudem cremig und mild, was Kritiker leicht von dem Rezept überzeugt. Zum Schluss noch ein Küchentipp für die besondere Regionalität: nutzt doch mal statt Reis den Hafer. Diese Kombination ist absolut köstlich.

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Zutaten

Portionen ändern
2Hand voll Brennnessel
2Hand voll Giersch
100Gramm Vollkornreis
2Teelöffel Butter
2Esslöffel Sojasauce
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