Ein Korb voll Glück

Marktschwärmerei Bautzen

Kürzlich nach der Verteilung hatten wir Besuch von den Frauen von “Bautzen. Wir hören uns. – Die Hörfunkredaktion Bautzen”. Wir hatten einen schönen Schnack über Regionales, unser Anliegen und Eure Vorlieben. Wir hätten noch viel mehr erzählen können! Schön war’s! Danke an die Marktschwärmerei Bautzen!

Olivia Jakschik ist Gastgeberin geworden, weil sie gerne gute Sachen einkauft und dabei auf Regionalität sehr viel Wert legt. Den Wochenmarkt in Bautzen kann sie aufgrund der Öffnungszeiten leider nur selten nutzen, ist aber gut vernetzt und das kommt ihr bei der Akquise von Kunden und Erzeugern für die Schwärmerei entgegen. Im Gespann mit Stefanie hat sie den Plan und die Zuversicht, die eher vorsichtigen Bautzener Kunden von der Idee der Marktschwärmer überzeugen zu können. Im „ersten Leben“ als Lehrerin an der Oberschule unterrichtet sie ihre Schülerinnen und Schüler u.a. in Ernährungslehre und Küchenpraxis. Hier wird ihr immer wieder sehr deutlich, dass es enorm wichtig ist, ein Bewusstsein für die Qualität und Herkunft von Lebensmitteln zu schaffen. 

Stefanie Schwerk ist Gastgeberin geworden, weil sie gerne gut isst und die Netzwerkidee der Marktschwärmer super interessant findet. Als Neu-Bautznerin hier mit Olivia an so einem Netzwerk zu stricken ist für sie in vieler Hinsicht ein Gewinn. Ob Erzeuger oder Kunden: was sie verbindet ist die Lust auf gute regionale und saisonale Produkte. Es ist schön, auf diesem Weg mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Außerdem lernt Stefanie die Region kennen. Zu wissen wo Moni vom Hofladen Wauer ihren legendären Eiersalat macht oder wo Stefan der Dorfbäckermeister jeden Morgen in der Backstube steht, woher sein Mehl für seine Produkte kommt, oder wo Markus sein Gemüse zieht, ist identitätsstiftend. Die Lausitz und ihre regionalen Produkte zu entdecken, macht großen Spaß. Olivia und Stefanie sind begeistert, wie groß die Lust der einzelnen Erzeuger ist, gemeinsam an neuen Ideen zu werkeln und sich zu vernetzen. Beide sind gespannt, was daraus alles noch erwächst.

Zu guter Letzt noch ein Lieblingsrezept aus Olivias Vergangenheit mit Näh- & Stoffladen nebst Mittagssuppenküche, am besten aus regionalen Zutaten soweit möglich: 

Schwedische Sommersuppe mit Lachsforelle

1l Gemüsebrühe selbst oder aus gutem Instantpulver (z.B. von der Kräutergärtnerei Sagan) herstellen

1kg Kartoffeln waschen, schälen und würfeln, bereitstellen

1 Zwiebel schälen und fein würfeln

1 TL frischen Ingwer reiben

2 Stangen Lauch waschen und in dünne Scheiben schneiden

2 EL Butter schmelzen

Zwiebeln, Ingwer und Lauch zugeben, ca. 5min bei moderater Hitze glasig dünsten, mit

1 Prise braunem Zucker  und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen, Kartoffeln zugeben, kurz mitdünsten, mit Gemüsebrühe ablöschen
20min bei geringer Hitze gar kochen.

In der Zwischenzeit 300g Lachsforellenfilet von der Haut befreien, etwa in Würzelzucker-große Stücke schneiden

1 EL Zitronensaft

1/2Tl Salz

1 Prise brauner Zucker zu den Lachswürfeln geben und kurz im Kühlschrank durchziehen lassen
1 Bund Dill  waschen und hacken 

Am Ende der Garzeit 200g Frischkäse  zur Suppe geben, von der Kochplatte ziehen und mit einem Kartoffelstampfer das Gemüse zu einer gebundenen, aber noch leicht stückigen Suppe zerkleinern mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Vorsichtig die Lachsforellenstücke und den Dill – bis auf eine kleine Menge zum Servieren – unterrühren und gleich genießen. Der Fisch soll möglichst nicht durchgaren und kann auch erst beim Servieren auf den Teller gegeben werden. Mit etwas Dill bestreuen. Dazu schmecken ein leichter, kühler Weißwein und eine Scheibe handwerklich gebackenes Roggenbrot. 

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